DFG-Projekt Mathematiklernen im Kontext sprachlich-kultureller Diversität (DFG Go 614/6)

Juni 2002 – Oktober 2003


Projektleitung:

Prof. Dr. Ingrid Gogolin, Institut für International und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg

Prof. Dr. Gabriele Kaiser, Institut für Mathematikdidaktik der Universität Hamburg

Prof. Dr. Hans-Joachim Roth, Institut für Interkulturell und International vergleichende
Erziehungswissenschaft, Schwerpunkt Grundschule an der Universität Hamburg.

 

Mitarbeiter:

Astrid Deseniss

Britta Hawighorst

Inga Schwarz

 

Assoziertes Mitglied:

Marcus Schütte


Zusammenfassung:

In dem Projekt „Mathematik im Kontext sprachlich-kultureller Diversität“ wurde die Frage verfolgt, ob sich die sprachlichen und kulturellen Erfahrungen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in ihrer Art und Weise, mathematische Aufgabenstellungen zu bewältigen, abbilden lassen. Das Projekt fußt somit auf dem Grundgedanken, dass die  sprachlich-kulturelle Heterogenität von Schülerinnen und Schülern, die vor allem infolge von Migration entstanden ist, ein bedeutender Kontextfaktor mathematisch-naturwissenschaftlicher Bildung darstellt. Dieser Faktor schien bis dato jedoch sowohl in den theoretischen und konzeptionellen Entwicklungen als auch in der Praxis des Unterrichts weitgehend unbeachtet. Dem Projekt liegt die These zu Grunde, dass sich ‚mathematische Literalität’ in Abhängigkeit von der konkreten sprachlichen und kulturellen Praxis entwickelt, in die ein Mensch sozialisiert wird. Weiter wurde davon ausgegangen, dass sich die Zugriffsweisen auf mathematische Aufgabenstellungen von einsprachig und ohne Migrationshintergrund aufgewachsenen Jugendlichen und zweisprachig aufwachsenden Jugendlichen mit Migrationshintergrund unterscheiden. Die Unterschiede – so die Ausgangsannahme – müssen sich auf der Ebene der Verbalisierung mathematischer Problemstellungen systematisch abbilden.

Die weitergehende Perspektive der Untersuchung richtete sich auf die Frage, ob und in welcher Weise die sprachlich-kulturelle Herkunft von Schülerinnen und Schülern in deutschen Schulen ihr Lernen im Fach Mathematik beeinflusst, das in deutscher Sprache stattfindet. Dieses Interesse wurde zum einen auf der Ebene der habituellen Dispositionen der Schülerinnen und Schüler und zum anderen auf dir Ebene der in den Familien tradierten kulturellen Praktiken verfolgt.

Weitere Informationen sowie die DFG-Abschlussbericht finden Sie hier.